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2. Deutsch- rumänische Wirtschaftsgespräche in Iasi

Am 21.02.2017 fand zum zweiten Mal eine Gesprächsrunde des deutsch-rumänischen Wirtschaftsforums Iasi statt.

An der vom deutschen Kulturzentrum Iasi organisierten Veranstaltung, die unter dem Motto "„EU Fördermittel für Unternehmen 2017" stand, nahm auch der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Iasi, Radu Botez, teil.

2017 Iasi Wirtschaftsforum 2

Iohannes Becker (stehend) als Referent beim 2. Wirtschaftsforum in Iasi

Nachdem der Leiter des Kulturinstitutes Dr. Alexander Rubel die Teilnehmer begrüßte, referierte der erfahrene Wirtschaftsberater Johannes Becker, über die aktuellen Möglichkeiten der Wirtschaftsförderung mit nationalen und EU Förderinstrumenten. Mit verschiedenen Beispielen aus seiner langjährigen Praxiserfahrung als Unternehmensberater stellte er nicht nur die aktuellen Fördermöglichkeiten vor, sondern wies auch auf die Probleme hin, die bei der Antragstellung auftreten können.

Von 2014 bis 2020 stehen für Rumänien 30,7 Milliarden Euro EU Fördermittel in 8 operationalen Programmen mit insgesamt 150 Maßnahmen zur Verfügung. Davon sollen 90% in öffentliche Projekte und 10 % an den privaten Sektor fließen. Die nicht rückzahlbaren Fördermittel für den privaten Sektor können größtenteils nur von rumänischen Firmen beantragt werden, die mindestens ein Jahr aktiv sind und im letzten Steuerjahr keinen Verlust gemacht haben. Sie können unter Umständen bis zu 70 % der geplanten Investitionen in neue Investitionsgüter oder auch Produktionshallen betragen.

Die Beantragung der Mittel ist mit einem erheblichen bürokratischen Aufwand für den Antragsteller verbunden, dem oft die von staatlicher Seite schwache Verwaltungsstruktur gegenübersteht.

Rumänien ist nicht zuletzt wegen der starken Personalfluktuation in den zuständigen Behörden und Ministerien, die seit Jahren den Aufbau einer zuverlässigen und leistungsfähigen Arbeitskultur verhindert hat, EU Schlusslicht beim Abruf der EU Fördermitteln. In den letzten 12 Monaten wechselte z. B. beim Ministerium für EU Fördermittel 4 mal der Minister.

Ein besonders erwähnenswertes Beispiel unglücklicher bürokratischer Neuerungen in diesem Bereich ist die Software MySmis, über die der Großteil der aktuellen Förderanträge abgewickelt werden muss. Mit dieser Software sollten die Förderanträge in der Periode 2014-2020 elektronisch eingereicht und verwaltet werden, um die Papierflut einzudämmen. Wegen der praxisfremden Umsetzung des Projektes und der umständlichen Programmierung der Software, braucht man nun Tage um einen Antrag einzugeben.

Mit dem Regierungsbeschuss 937 vom 31.12.2017 sollen nationale Fördermöglichkeiten geschaffen werden, deren Vergabekonditionen sich an die der EU Fördermittel anlehnen, jedoch für die Bereiche der Wirtschaft zugänglich sind, die von den EU Fördermittel ausgeschlossen sind. So sollen im ersten Halbjahr 2017 für Projekte von mindestens 1 Millionen Investitionssumme insgesamt 50 Millionen Euro bereitgestellt werden. Die Förderhöchstgrenze pro Projekt soll auf 1,1 Millionen Euro begrenzt werden. Zugang zu diesen Mitteln sollen unter anderem auch neu gegründete Firmen oder Großunternehmen haben, denen z. B. Mieten oder Know How bezuschusst werden.

In den anschließenden Gesprächen wurde die EU Förderpolitik mit Ihren bürokratischen Eigenheiten teilweise sehr kritisch diskutiert.

Deutsch- rumänische Wirtschaftsgespräche in Iasi

Am 31.10.2016 fand die erste Gesprächsrunde über die deutsch-rumänischen Wirtschaftsgespräche in Iasi Stadt.

Die Veranstaltung wurde auf der Initiative und in Kooperation des Wirtschaftsreferates der Deutschen Botschaft in der Zusammenarbeit mit dem deutschen Kulturzentrum Iasi organisiert und hatte unter anderem das Ziel, einen deutschen oder deutschsprachigen Wirtschaftsclub in Iasi zu Gründen, beziehungsweise die ersten Netzwerke für eine Gründung zu initiieren.

Der Einladung folgten ca. 35 Repräsentanten in der Region angesiedelter Unternehmen, der Oberbürgermeister der Stadt Iasi Mihai Chirica und sein Stellvertreter Radu Botez.

Herr Dr. Alexander Rubel, der Leiter des Kulturinstitutes begrüßte die Teilnehmer und stellte die Bedeutung der deutschen Sprache als Grundlage vertrauensbildender Kommunikation in deutschsprachigen Unternehmen heraus.

Rubel Chirica Gromig ok

Dem folgte Herr Sebastian Gromig, der Leiter den Wirtschaftsreferates der Deutschen Botschaft in Bukarest, mit einem Bericht über die erfolgreiche Arbeit der deutsch- rumänischen Auslandshandelskammer und den acht deutschsprachigen Wirtschaftsclubs Rumäniens.

Der Bürgermeister der Stadt Iasi zeigte sich erfreut über die Initiative zur Gründung eines Wirtschaftsklubs und erklärte sich bereit einen zukünftigen Wirtschaftsclub im Rahmen seiner Möglichkeiten zu unterstützen. Unter anderem hat er versprochen, einen Raum für Treffen zur Verfügung zu stellen.

Frau Gianina Ferneding, die Leiterin der Sprachabteilung des Kulturinstitutes, referierte über ihr Angebot von Sprachkursen für Unternehmen und deren Mitarbeiter.

Herr Ulrich Brunhuber, der Repräsentant des Deutschen Wirtschaftsclubs Moldova berichtete über die Entwicklung und den Aktivitäten der deutschsprachigen Wirtschaftsclubs in Rumänien.

In der folgenden Diskussion mit allen Teilnehmern und den Gesprächen im Nachgang des Treffens wurden bereits erste Schritte zur Gründung eines deutschsprachigen Wirtschaftsstammtisches in Iasi abgesprochen. Dieser soll eventuell alle zwei Monate stattfinden und als Keimzelle eines zukünftigen offiziellen Wirtschaftsclubs dienen. Der Erste soll noch vor Weihnachten 2016 stattfinden.

 

Recunoașterea Profesională

 

Doriți să lucrați în profesia Dvs. în Germania? Aici aflați pentru care profesii aveți nevoie de recunoașterea calificării Dvs. profesionale din străinătate.

În ce constă recunoașterea profesională?

Recunoașterea profesională înseamnă evaluarea și - în cazul unei decizii favorabile - consemnarea echivalării unui titlu de formare profesională din străinătate cu un titlu german de absolvire. În cadrul unei procedurireglementate prin lege, se verifică, dacă formarea Dvs. profesională este echivalentă cu o formare germană comparabilă și dacă se poate decide în favoarea recunoașterii profesionale. Materialul video „La înălțime în jo” dinInfoteca noastră prezintă avantajele recunoașterii și primii pași în procedura de recunoaștere.

Când am nevoie de recunoaștere?

Recunoașterea profesională este de folos pentru multe profesii. Pentru unele profesii este chiar o condiție impusă, necesară pentru exercitarea profesiei în Germania. Aceasta depinde de ce profesie este vorba:

Profesii reglementate

Pentru exercitarea unei profesii sau pentru utilizarea unui grad sau titlu științific din categoria profesiilor reglementate aveți nevoie de recunoașterea calificărilor Dvs. profesionale. Cu titlul Dvs. de absolvire obținut în străinătate, fără a avea recunoaștera calificărilor, nu aveți voie să exercitați în Germania aceste profesii. În Germania, exemple de profesii reglementate sunt profesiile de medic, infirmier, avocat, cadru didactic, educator și inginer. Găsiți o listă cu toate profesiile reglementate în Germania pe pagina de internet "Baza de date a profesiilor reglementate".

Profesii nereglementate

În cazul profesiilor nereglementate recunoașterea nu este o condiție necesară în scopul exercitării profesiei. Pentru aceste profesii, puteți în mod direct să aplicați pentru un post și să lucrați. Evaluarea titlului Dvs. de calificare poate fi însă de folos, pentru ca angajatorii și firmele să înțeleagă mai ușor ce calificare din străinătate aveți. În plus, un titlu echivalent recunoscut vă oferă accesul la activitatea de perfecționare continuă. Profesiile nereglementate din Germania sunt toate profesiile care necesită un program de formare de tip ucenicie, deci profesii în urma unei formări în sistemul dual.

Recunoașterea profesională

Aspecte specifice profesiilor academice

Pentru diplomele de studii superioare din străinătate care nu duc la o profesie reglementată (de ex, matematician, economist, jurnalist), nu aveți nevoie de recunoaștere. Există însă posibilitatea de a solicita o evaluare individuală a diplomei, la Biroul Central de Educație (formare) pentru Străini (ZAB). Aceasta poate fi de folos pentru aplicații pentru un loc de muncă.

În cazul în care doriți să începeți studii la un institut german de învățământ superior sau să obțineți recunoașterea unor credite de studiu sau a examenelor din străinătate (recunoașterea academică), adresați-vă institutului de învățământ superior la care doriți să studiați.

3. Internationales Treffen der deutschsprachigen Wirtschaftsclubs in den mittel- und osteuropäischen Staaten

Die deutschsprachigen Wirtschaftsclubs in den mittel- und osteuropäischen Staaten trafen sich am 01.11.2014 in Hermannstadt mit dem Ziel, sich besser kennen zu lernen und die Zusammenarbeit zu intensivieren. Das nach Kiev und Berlin 3. Treffen wurde diesmal vom Deutschen Wirtschaftsclub Siebenbürgen DWS  mit Unterstützung des Deutschen Wirtschaftsclub Russland organisiert.

Neben den Vertretern der verschiedenen Wirtschaftsclubs waren auch der deutsche Botschafter Werner Hans Lauk, der Schweizer Botschafter Jean-Hubert Lebet, der österreichische Handelsdelegierte  Rudolf Lukavski, die hermannstädter Konsulin Judith Urban, der Honorarkonsul Andreas Huber und die Vizebürgermeisterin Hermannstadts Astrid Cora Fodor anwesend.

2014 Gruppenfoto Treffen SibiuDie Vertreter der deutschsprachigen Wirtschaftsklubs mit den Regierungsvertretern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz

Nachdem der DWS Vorsitzende Jürgen Schmidt die Teilnehmer begrüßt hat übergab er das Wort an die Vizebürgermeisterin Cora Fodor, die in Ihrer Rede die herausragende Position Hermannstadts als Wirtschaftsstandort betonte, der nicht zuletzt auf die Investitionen sozial verantwortlicher deutscher, österreichischer und schweizer Unternehmen zurückzuführen ist. Dabei erwähnte Sie besonders die Aktivitäten der deutschen Wirtschaftsclubs in der Förderung der dualen Ausbildung.


2014 Sibiu Botschafter

v. l. n r.: Dr. Wiegand Fleischer, Jean-Hubert Lebet, Rudolf Lukavski, Werner Hans Lauk, Dr. Karin von Bismarck, Jürgen Schmid, Andreas Huber

Im Anschluss berichteten die Vorsitzende des Russischen Wirtschaftsclubs Karin von Bismarck über Karrierechancen in Osteuropa und den Schwierigkeiten passendes Personal zu finden und an den Betrieb zu binden.


Nach einer regen Diskussionsrunde trug Uwe Leuschner vom Deutschen Wirtschaftsclub Russland über den Wirtschaftsraum Osteuropa mit seinen Chancen und Risiken vor.

In seinem Impulsvortrag referierte der deutsche Botschafter Werner Hans Lauk über die Schwierigkeiten mit denen deutsche Investoren in den verschiedenen mittel- und osteuropäischen Staaten zu kämpfen haben. Er nannte unter anderem die nicht abgeschlossenen Transformationsprozesse nach der Systemwende 1989, die sich z. B. in oft unzureichender Verwaltungsleistung überladener staatlicher Institutionen, schlechter Infrastruktur, der Abwanderung leistungsfähiger Bevölkerungsgruppen oder dem Fehlen eines dualen Ausbildungssystem widerspiegelt.

Hierbei erwähnte er die auf gemeinsame Initiative der deutschsprachigen Wirtschaftsclubs in Zusammenarbeit mit dem Bildungsministerium entstandenen Pilotprojekte im Bereich der dualen Ausbildung als wichtigen Beitrag der Wirtschaftsclubs, die nun auch von der deutschen Botschaft unterstützt werden.

Der deutsche Botschafter würdigte die Aktivitäten der Wirtschaftsclubs. Sie haben durch Ihre Arbeit in den verschiedenen Regionen eine wichtige Rolle für nachhaltige Entwicklungen nicht nur im wirtschaftlichen Bereich sondern auch in sozialen Belangen vor Ort. Die deutschsprachigen Wirtschaftsclubs sind neben den Auslandshandelskammern eminent wichtige Ansprechpartner für die deutschen Auslandsvertretungen und die deutsche Regierung. Abschließend bedankte sich der Botschafter bei den Wirtschaftsclubs für die bisherige Arbeit.

Der Handelsdelegierte Rudolf Lukavsky stellte die Arbeit der österreichischen Handelsdelegation und seine Arbeit vor. Er würdigte die gute Zusammenarbeit mit den deutschsprachigen Wirtschaftsclubs in den verschiedenen Regionen Rumäniens und bemerkte, dass gerade Veranstaltungen wie die Treffen der deutschsprachigen Wirtschaftsclubs für die Zusammenarbeit und den Erfahrungsaustausch sehr wichtig sind.

Jean-Hubert Lebet, der schweizer Botschafter bedankte Sich für die enge und gute Zusammenarbeit mit den deutschsprachigen Wirtschaftsclubs und erwähnte hierbei besonders Projekte der Förderung dualer Ausbildung in Rumänien, die gemeinsam von den deutschsprachigen Wirtschaftsclubs, der deutschen, österreichischen und schweizer Botschaft unterstützt werden.
Er bemängelte die unzureichenden Maßnahmen der Rumänischen Regierung, das Bild Rumäniens im Ausland zu verbessern, und schlug vor, dies gemeinsam mit den deutschsprachigen Wirtschaftsclubs an verantwortlicher Stelle vorzutragen.

Um die Zusammenarbeit der deutschsprachigen Wirtschaftsclubs weiter zu stärken, wurde beschlossen, dass die Wirtschaftsclubs bilaterale Mitgliedschaften einrichten und einen gemeinsamen Internetauftritt mit Kommunikationsplattform schaffen. Das nächste Treffen wird am 10.Oktober 2015 in Budapest stattfinden.

Treffen der Deutschsprachigen Wirtschaftsklubs in Kronstadt

Der Deutscher Wirtschaftsklub Kronstadt (DWK) organisierte diesmal in der Zeit des Oktoberfestes am letzten Freitag den 12.09.2014 in Kronstadt das turnusmäßige Vorstandstreffen der deutschen Wirtschaftsklubs aus Rumänien.

Vertreter der Wirtschaftsklubs und Herr Sebastian Gromig, der Leiter der Wirtschaftsabteilung der Deutschen Botschaft in Bukarest diskutierten neben organisatorischen Themen, wie z. B. die zukünftige Zusammenarbeit der deutschsprachigen Wirtschaftsklubs unter einem Dachverband auch die Probleme der dualen Ausbildung und Möglichkeiten der Unterstützung des deutschsprachigen Schulwesens seitens der Wirtschaft.

sVorstnde der Wirtschaftsklubs 600

v. l. n . r: Sorana Cernea, Liviu Rusu, Peter Bayard, Peter Hochmuth, Lazlo Erdös, Ludger Thol, Cristian Popescu, Ulrich Brunhuber, Waldemar Steimer, Werner Braun, Jens Weingärtner, Sebastian Gromig

Ein wichtigstes gemeinsames Projekt der Deutschen Wirtschaftsclubs, welches in den letzten Jahren ermutigende Ergebnisse erzielt hat, ist die Förderung eines Dualen Ausbildungssystems in Rumänien.

Nachdem in Kronstadt, Temeswar, Sathmar und Hermannstadt auf Initiative der dortigen Wirtschaftsklubs gemeinsam mit dem Bildungsministerium erste Berufsschulen mit modernen Ausbildungsplänen für Lehrlinge entstanden sind, die im dualem Ausbildungssystem Ihre praktischen Erfahrungen in produzierenden Unternehmungen ähnlich wie in Deutschland machen, soll dieses Modell weiter propagiert werden.

In einem gemeinsamen Projekt der Wirtschaftsklubs unter der Führung des DWK, soll eine Ausbildungsinformationskarawane mit einem Informationsbus durch Rumänien ziehen und Jugendliche über die Chancen einer praktischen Berufsausbildung zum Facharbeiter informieren. Dieses Projekt wird auch durch die Bundesrepublik Deutschland bzw. von der Deutschen Botschaft unterstützt.

Herr Gromig dankte im Rahmen der Veranstaltung den Wirtschaftsklubs für die ausgezeichnete Zusammenarbeit und bemerkte, dass die regionalen Wirtschaftsklubs mit Ihren ca. 700 Mitgliedern eine wichtige Rolle für Präsenz der deutschen Wirtschaft in Rumänien haben.
„Die acht regionalen Wirtschaftsklubs sind für die Deutsche Botschaft, lokale Autoritäten und potenzielle Investoren wichtige Ansprechpartner vor Ort", bekräftigte Gromig. „Wir begrüßen es, dass die deutschsprachige Wirtschaft sich in den Regionen so erfolgreich selbst organisiert hat."

 

Datenerhebung zur Situation des deutschsprachigen Unterrichts in Rumänien

 
Im Rahmen einer landesweiten Online-Datenerhebung zur Lage des deutschsprachigen Schulwesens in Rumänien möchten wir um Ihre Teilnahme bitten. Es handelt sich um einen Fragebogen mit sieben Fragen, die per Mausklick beantwortet werden können.
 
Diese Studie wird von der Arbeitsgruppe STUDeSro aus Hermannstadt mit Unterstützung der Universität Oldenburg durchgeführt, deren Mitglieder sowohl im Bereich wissenschaftlicher Datenerhebung zur Pädagogik als auch in Bezug auf den Unterricht in deutscher Sprache erfahren und fachkundig sind. Informationen über die beteiligten Personen und Institutionen finden Sie in der Einleitung des Fragebogens unter dem angegebenen Link.
 
Ziel der Studie ist die Erfassung der Stärken und Schwächen des deutschsprachigen Schulwesens in Rumänien, sowie wichtiger Maßnahmen zu seinem Fortschritt und Erhalt. Die Ergebnisse sollen veröffentlicht und auf bildungspolitischer Ebene dafür eingesetzt werden, dass eine Unterstützung des deutschsprachigen Schulwesens durch offizielle Institutionen erwirkt werden kann.
 
Alle, die mit dem deutschen Schulwesen in Rumänien als Lehrer, Absolventen oder Eltern in Berührung gekommen sind und ein Intresse daran haben, bei der Gestaltung der Gegenwart und Zukunft deutscher Schulen in Rumänien mitzuwirken, sind herzlich eingeladen, an dieser Studie teilzunehmen! Je breiter unsere Datenerhebung, desto aussagekräftiger die Ergebnisse dieser Studie!
 
Bitte bearbeiten und senden Sie den Fragebogen möglichst zeitnah (innerhalb von 7 Tagen nach Veröffentlichung). Dazu klicken Sie bitte auf folgenden Link:
Bei Rückfragen oder Unklarheiten erreichen Sie uns unter folgender E-mail:
Această adresă de email este protejată de spambots. Trebuie să aveți JavaScript activat ca să o puteți vedea.
 
Für eine möglichst breite Datenerhebung leiten Sie bitte diese Mail auch an alle Freunde und Bekannten weiter, die entweder Lehrer, Eltern, oder Absolventen einer Schule mit deutscher Unterrichtssprache sind/bzw. waren. Bei Bedarf können wir Ihnen gerne eine rumänische Online- oder Druckversion unseres Fragebogen zur Verfügung stellen.
 
Sollte Sie die Bitte um Teilnahme bereits erreicht haben und sollten Sie den Fragebogen bereits ausgefüllt haben, ignorieren Sie bitte diese Mail.
 
Mit verbindlichem Dank für die Unterstützung
Arbeitsgruppe STUDeSro
 
 
Aus der Allgemeinen Zeitung für Rumänien vom Freitag, 23. August 2013

Von: Andrey Kolobov

Nicht jeder darf mitspielen

Wettbewerbsverzerrende Gesetzgebung für öffentliche Ausschreibungen in Rumänien

Die Richtlinie 200418/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 31. März 2004 über die Koordinierung der Verfahren zur Vergabe öffentlicher Bauaufträge, Lieferaufträge und Dienstleistungsaufträge wurde in der rumänischen Gesetzgebung durch die Eilverordnung der Regierung 34/2006 und in dem Regierungsbeschluss 925/2006 umgesetzt. Die europäische Richtlinie hat zum Ziel, auch mittelständischen Unternehmen die Möglichkeiten zu geben, an umfangreicheren Ausschreibungen teilzunehmen. Diese können sich zum einen in Bietergemeinschaften organisieren oder Unteraufträge an Dritte vergeben, um die zur Ausschreibungsteilnahme geforderten Voraussetzungen zu erfüllen. Es soll dabei verhindert werden, dass nur große Unternehmen um öffentliche Aufträge konkurrieren. Im Falle der Bietergemeinschaft werden die Mittel und Erfahrungen der einzelnen Mitglieder addiert, allerdings haftet dann jedes Mitglied gesamtschuldnerisch für den gesamten Auftrag.

Die zweite Variante soll Unternehmen, denen für die Erfüllung eines Auftrags Voraussetzungen wie Erfahrungen und Fertigkeiten in einem Teilbereich fehlen, die Möglichkeit bieten, diese im Rahmen eines Vertrages mit einer dritten Firma zuzukaufen. In diesem Falle haftet der Generalunternehmer für den gesamten Auftrag, die dritte Firma haftet jedoch nur für ihre Leistungen und die Erfahrungen werden addiert. Diese Vorgehensweise eignet sich besonders, wenn die gesamtschuldnerische Haftung, die eine Bietergemeinschaft von ihren Mitgliedern fordert, in keinem Verhältnis zu der Verteilung des Auftragswertes und des zu erwartenden Gewinnes steht. In Rumänien wurde diese zweite Möglichkeit durch den Anhang 2a zur Verordnung des Präsidenten der Nationalen Agentur zur Reglementierung und Überwachung der öffentlichen Ausschreibungen Nr. 509/2011 so tiefgreifend verändert, dass sie keine Alternative zur Bietergemeinschaft darstellt. In dieser Verordnung fordert der Präsident der Nationalen Agentur zur Reglementierung und Überwachung der öffentlichen Ausschreibungen (ANRMAP), dass das Unternehmen, welches als Drittes mit seiner speziellen Erfahrung die an einer öffentlichen Ausschreibung teilnehmende Firma unterstützt, die für den Gesamtauftrag geforderte Erfahrung haben und für den gesamten Auftrag gesamtschuldnerisch haften muss.

Hier ein plakatives Beispiel. Eine Stadt möchte ein neues Atomkraftwerk bauen, in dessen Vorgarten ein rosaroter Gartenzwerg steht, der ein grünes Baströckchen trägt. Die Stadt schreibt das Atomkraftwerk mit Vorgartengestaltung inklusive Lieferung eines Gartenzwerges EU-weit aus. Als Bedingung zur Teilnahme wird gefordert, das der zukünftige Lieferant des Gartenzwergs Erfahrung im Bau von Atomkraftwerken hat und außerdem im vorvergangenem Jahr zehn rosarote Gartenzwerge mit grünem Baströckchen hergestellt und geliefert hat. Die Firma „Super SA" ist der einzige Lieferant, der neben den Atomkraftwerken in seinen eigenen Werkstätten Gartenzwerge herstellt. Die „Super SA" hat im vorvergangenem Jahr 10 Gartenzwerge mit grünem Baströckchen hergestellt und geliefert. Somit erfüllt sie die geforderten Voraussetzungen, um diesen Auftrag alleine zu bedienen.
Ein zweiter Lieferant für Atomkraftwerke, die Firma „Gau GmbH" hat zwar keine Erfahrungen in der Gartenzwergherstellung, möchte sich jedoch ebenfalls an der Ausschreibung beteiligen und versucht, sich deshalb in einer Bietergemeinschaft mit Gartenzwergherstellern zu organisieren oder auf die Erfahrung dieser als Dritte im Rahmen eines Vertrages zuzugreifen.

Die Gartenzwergproduzenten möchten jedoch der Bietergemeinschaft nicht beitreten, da der zu erwartende Gewinn von ca. 7,50 Euro aus der Lieferung eines Gartenzwerges in keinem Verhältnis zur gesamtschuldnerischen Haftung für 700 Millionen Euro für den Gesamtauftrag steht. Deshalb greift der Atomkraftwerkslieferant „Gau GmbH" auf die geforderte Erfahrung und Fertigkeit des Gartenzwergherstellers „Nase KG" zurück. Dieser Hersteller haftet damit nur für seine Lieferung und muss selbstverständlich keine Erfahrung im Atomkraftwerksbau haben und gesamtschuldnerisch haften. Dies wäre in allen EU Staaten kein Problem gewesen. Gilt jedoch nicht für Rumänien. Hierzulande müsste der Zwerghersteller „Nase KG" nachweisen, mindestens ein Atomkraftwerk erfolgreich geliefert zu haben. Dazu muss er das Risiko des Gesamtauftrages mittragen. Durch diese Regelung wurden und werden in Rumänien kleine und mittlere Unternehmen massiv gehindert, an vielen öffentlichen Ausschreibungen mit ihren Spezialkenntnissen teilzunehmen. Es führte zu Marktverzerrungen, die sich letztendlich zum Schaden der europäischen Steuerzahler ausgewirkt haben und weiterhin auswirken werden.

In einer aktuellen Ausschreibung der „Compania de Apă Târgovişte-Dâmboviţa" wird zum Beispiel durch diese Regelungen verhindert, dass sich mehrere Teilnehmer um die Erneuerung des Kanalnetzes der Stadt Titu beteiligen, da den meisten rumänischen Bauunternehmen die geforderte Erfahrung fehlt und Unternehmen aus anderen EU-Staaten, die diese Erfahrung als Dritte beitragen könnten, unter der Voraussetzung der gesamtschuldnerischen Haftung nicht am Bauvorhaben teilnehmen können oder wollen. Die ANRMAP antwortete auf eine Bitte um Stellungnahme folgendermaßen: „Entsprechend der Bestimmungen des Regierungsbeschlusses 760/2012 zur Modifizierung des Regierungsbeschlusses 525/2007 betreffend die Organisations- und Funktionsweise der ANRMAP wurden die Bestimmungen des Artikels 2, Absatz 1, Buchstabe K des Regierungsbeschlusses 525/2007 aufgehoben.

Demzufolge hat ANRMAP mit dem Inkrafttreten des Regierungsbeschlusses 760/2012 nicht mehr die Aufgabe, die Stellungnahmen zur Klärung der Interpretation der Gesetzeslage im Bereich der öffentlichen Ausschreibungen zu gewährleisten."
Die „Compania de Apă Târgovişte-Dâmboviţa", die ausschreibende Stelle für die Erneuerung des Kanalnetzes in der Stadt Titu, antwortete auf Anfrage bezüglich dieser Problematik, dass diese (marktverzerrende) Anordnung in Rumänien geltendes Recht ist.
Die europäische Idee des freien Wettbewerbs bei Ausschreibungen wird in Rumänien missachtet und schädigt den europäischen Steuerzahler, der letztendlich die Kosten trägt.

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